DIY selfmarketing for performing actors



 

DIY – “ich kann alles alleine!”

Do it yourself. DIY. Alles selber machen zu können, selber herstellen, das macht unabhängig.

Es geht nicht darum in jedem Gebiet das ganze Fachchinesisch drauf zu haben. Es geht darum, dass du lernst, die gängigsten Tools des Internets zu nutzen. Mediale Präsenz ist heute notwendig. Und vieles davon kann man wirklich selber herstellen. Möglichst kostenfrei und für deine Präsentation. Der Aufwand ist geringer als du vielleicht glaubst. Und es kann auch wirklich Spass machen und bedeutet nicht nur Mühe!

So muss man nicht immer andere fragen, weil man es selbst nicht weiß. Man kann, wenn es schnell gehen soll, mal ein Foto für die Homepage oder den neuen Eintrag in der neuen Schauspieler-Datenbank selber bearbeiten, in die richtige Größe bringen und auf die eigenen Homepage hochladen. Also, keine Panik, man kann das alles lernen. Mein grosses Thema ist Selbstermächtigung. Das gibt einem ein grosses Stück Autonomie!

Selfmarketing – “ich zeige, was ich kann, wer ich als darstellende*r Künstler*in bin und verstecke mich nicht.”

Menschen, die auf der Suche nach der richtigen Besetzung sind, kennen dich in der Regel nicht persönlich. So ist es wichtig den Eindruck, der deiner künstlerischen Persönlichkeit am Besten entspricht, zu vermitteln. Und das auf allen dir zur Verfügung stehenden Kanälen. Das ist deine persönliche Homepage, das sind deine Fotos, die Vita, deine Videos, deine Audioaufnahmen, deine Bewerbungsemails, deine Go-Sees, deine E-Castings, die Eintragungen in die gängigsten Datenbanken.

Es geht darum, dass du dich so präsentierst, dass deine Fähigkeiten, deine Eigenheiten, all das, was dich auszeichnet so richtig gut und klar sofort erkennbar sind. Das locken wir hervor. Entweder in kompakten Wochenend- Workshops bei der filmschoolvienna oder im persönlich begleitenden Einzelworkshops, das du dann auf den Plan rufst, wann du es brauchst.

 Darum kümmert sich das selfmarketing oder selbstmarketing oder auch selbstmanagement. Wie auch immer man das nun nennen möchte.

“warum muss ich das NICHT lieben”

Zahnschmerzthema, ich weiss. Nun, ich selbst bin keine Freundin von diesem ganzen Marken- und Marketingedöns. Und dass die Werbe- und Business-Sprache in den künstlerischen Alltag Einzug gehalten hat, finde ich im Grunde unerträglich. Ich halte das sogar für ausgemachten neoliberalen Scheiss und es hat nichts mit der eigentlichen Arbeit des Schauspielers, dem grossartigen Spielen, Erfassen, Begreifen, Erdenken, Erahnen und Fühlen und schliesslich Zeigen einer Figur, einer Rolle zu tun. 
Es ist aber nun mal so verdammt notwendig geworden selfmarketing zu verstehen und einzusetzen. Die ganzen grossartigen Talente gehen sonst unter, weil sie schlicht nicht gefunden werden.
 Das finde ich ärgerlicher, als diese ganze Selbstvermarktungs-Kiste. Also dann los! Was “DIE” können, können wir auch und  geht nicht gibt’s nicht.

Mir fällt die Handhabe von so Internet- und Computerzeugs ( ich formuliere das absichtlich sehr salopp) leicht, und darum vermittle ich meine Kenntnisse als dezenter Computernerd, ehemalige Schauspielerin, ehemalige Agentin und ausgestattet mit geschnupperter Castingerfahrung gern so weiter, wie ich die Sache mit dem Selbstmarketing verstehe: frech, unorthodox, zielführend, praktisch, ohne Neusprech und mit jeder Menge Fantasie und einem Haufen Kawumms!

P.S.:
Und bevor du dir nicht folgende Rede in voller Länge zu Gemüte geführt hast, brauchst du bei mir gar nicht antanzen 😉 ( just joking)

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